Axel Janßen | SC Anger Abt. Ringen

Ringen, Segeln, Ski, Yoga

Ob passiv oder aktiv – ich mag fairen Sport.

Die Auswahl mag nicht sofort einleuchtend sein. Business-tauglich sind Joggen, Golf, vielleicht noch Segeln – aber Ringen?

Ja, seit zehn Jahren bin ich Ringer-Fan. Nicht die US-amerikanische Variante, bei denen sich kostümierte Muskelprotze nach ausgeklügelter Choreographie gegenseitig durch einen Box-Ring jagen. Ich mag das Ringen, das in den kleinen Orten in Bayern, im Osten Deutschlands oder im Schwarzwald noch jede Menge Anhänger hat: Ringen, ob Freistil oder griechisch-römischer Stil, zwischen jungen Frauen und Männern, die auf der Matte alles geben, ohne große Sponsoren mehrmals wöchentlich trainieren, am Wochenende hunderte von Kilometern zum nächsten Kampf fahren und höchstens im eigenen Ort Helden des Sports sind. Amateure im besten Sinne des Wortes, mit Hingabe und Engagement vieler Unterstützer im Verein. Da wird gemeinsam die Matte ausgelegt, Podeste werden aufgebaut und am Kampftag Kuchen und Gegrilltes verkauft, um die Unkosten für Training, Fahrten und Lizenzen zu decken. Und ich kümmere mich um die Webseite, Facebook usw.

Mein Verein, der SC Anger, ist ein solcher Verein. Sicher, wir waren viele Jahre in der Bundesliga, hatten Star-Ringer aus Ost-Europa, die bejubelt wurden, aber nun kämpfen wir wieder mit eigenen Athleten aus dem Dorf gegen Berchtesgaden oder Traunstein – und unsere Schüler oder die zweite Mannschaft gleich mit. Da kommen ein paar hundert Zuschauer, meist die älteren Herren, aber auch viele Jüngere, dann wird gefiebert und mitgekämpft. Das ist der Sport im Dorf.

Und ansonsten – Segeln, ja, kleine Jollen am liebsten – und auf der Müritz in der stillen Bucht von Kamerun. Bei Gerd am Abend die Sonne untergehen sehen. Und seit geraumer Zeit ist montags immer Yoga angesagt. Mein Bauch, meine fehlende Kondition mögen das nicht, aber hinterher bin ich immer sehr entspannt. Es lohnt sich.

 

 

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